Physik - Forschung - Promotion

Promotion

Etwas weniger als die Hälfte der Absolventen des Diplom- bzw. Masterstudiengangs bleiben an der Hochschule, um eine Promotion anzustreben. Die Promotionsdauer beträgt 3 – 5 Jahre. Über Möglichkeiten zur Promotion informieren die einzelnen Professoren des Fachbereichs.

Voraussetzungen

Der Fachbereich Physik strebt eine Ausweitung der Zahl von interdisziplinären Promotionen mit starken physikalischen Aspekten an. Promovierende der TU Darmstadt mit Abschluss als Master of Science und einem Thema ihrer Promotionsarbeit mit starkem physikalischen Bezug sollen als Doktoranden am Fachbereich Physik angenommen werden, wenn sie ein Mitglied des Fachbereichs Physik zum akademischen Betreuer haben und über die Leistungsnachweise der für die Forschungsarbeiten notwendigen Voraussetzungen verfügen. Diese Voraussetzungen können je nach Forschungsthema von denen abweichen, die zur Erlangung des Grades M.Sc. in Physik erforderlich sind. Die Festlegung der notwendigen Voraussetzungen trifft der Promotionsauschuss des Fachbereichs bei der Annahme als Doktorand nach Beurteilung des Einzelfalls.

Weitere Informationen zur Promotion entnehmen sie den folgenden Bestimmungen:

Für Informationen zu Stipendien in der Promotionszeit wenden Sie sich bitte an das Dezernat VI.

Leitfaden

Der folgende Leitfaden stellt eine Hilfe für zukünftige Doktoranden dar. Er soll einen Überblick über wichtige Aspekte bei der Auswahl der Arbeitsgruppe und des Promotionsthemas geben.

Auswahl des Themas

Da sich das Promotionsstudium über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstreckt, sollte die Auswahl des Themas sehr gut überlegt sein. Es ist eine hohe Motivation über mehrere Jahre erforderlich, so dass bei der Themenauswahl weniger die aktuelle Mode als das eigene Interesse im Mittelpunkt stehen sollte. Die in Frage kommenden Themen können mit dem entsprechenden Betreuer besprochen werden. Hierbei ist zu beachten, dass nicht nur die Leiter der Arbeitsgruppen, sondern auch geeignete Mitarbeiter, z.B. Habilitanden, die Betreuung übernehmen können.

Promotionsdauer

Die Promotionsdauer ist bei vielen Kandidaten von großer Bedeutung. Sowohl für eine akademische Karriere, als auch für eine Karriere in der Industrie ist eine möglichst schnelle Promotion wünschenswert. Allerdings darf auf keinen Fall die Qualität der wissenschaftlichen Arbeit unter dem Aspekt des schnellen Abschlusses leiden. Es geht also darum, einen Kompromiss zwischen der Promotionsdauer und der Qualität zu finden. Dieser Aspekt sollte auch Gegenstand einer Diskussion mit dem Betreuer sein. Insbesondere sollte geklärt werden, inwieweit Lehraufgaben zu übernehmen sind und welche anderen administrativen Aufgaben zu erwarten sind. Auch die Betreuung von Diplomanden, die ein Teil der Arbeit sein kann, sollte vorher weitgehend geregelt sein. Insgesamt sollte mindestens ein 1/3 der Zeit für selbstbestimmtes Forschen garantiert sein. Auch sollte man bedenken, dass der Betreuer innerhalb der Promotionsdauer die Universität verlassen könnte. Daher sollte man frühzeitig darauf bedacht sein, unabhängig vom Betreuer genügend Einblick in die Materie zu bekommen, um gegebenenfalls das Projekt auch eigenverantwortlich weiterzuführen.

Gute wissenschaftliche Praxis

Die Konferenz der Fachbereiche Physik hat eine Empfehlung zur guten wissenschaftlichen Praxis bei Qualifikationsarbeiten in der Physik verabschiedet. Dieser Text ist nun auf der Internetseite der KFP allgemein zugänglich.

Arbeitsverhältnis

Der Zeit-Aspekt ist besonders wichtig, da eine Verlängerung des Arbeitsvertrages nach drei Jahren mittlerweile nicht mehr so einfach ist wie noch vor kurzem. Nach einer Richtlinie des Präsidenten der TU Darmstadt ist jede Vertragsverlängerung zunächst vom Dekan des Fachbereichs auf seine Ursachen und Rechtfertigung hin zu prüfen. Erst wenn der Dekan (und der Personalrat) sein Einverständnis gegeben hat, kann der Vertrag um maximal zwei, anschließend evtl. um maximal ein Jahr verlängert werden. Diese 3+2+1-Regelung soll die durchschnittliche Promotionsdauer verkürzen. Aus diesem Grunde, aber auch aus karriereorientierten Gründen, sollte auf eine gute Planung der Promotion geachtet werden und ein „Forschen ins Blaue“ möglichst vermieden werden. Das heißt zwar nicht, dass von Beginn alles genau festgelegt sein muss – das ist im Normalfall auch gar nicht möglich – aber man sollte in regelmäßigen Abständen mit seinem Betreuer feststellen, wo man steht, welches die nächsten Schritte sind, und wo man die Pläne revidieren muss.

Auswahl der Arbeitsgruppe

Bei der Auswahl der Arbeitsgruppe spielen diverse Faktoren eine Rolle. Natürlich bestimmt die Arbeitsgruppe das Forschungsgebiet, so dass die individuelle Intressenslage die Auswahlmöglichkeit eingeschränkt. Jedoch sollten Aspekte wie Infrastruktur der Gruppe, Zusammenarbeit mit anderen Gruppen oder Firmen sowie der wissenschafltiche Ruf ebenfalls berücksichtigt werden. Wie sieht die durchschnittliche Promotionsdauer in der Gruppe aus? Wie ist die Betreuung? Steht ein Betreuer bei Bedarf zur Verfügung? Wie ist die Arbeitsatmosphäre? Diese Faktoren können über den Erfolg der Promotion entscheiden. Informationen hierüber kann man insbesondere bei den Mitgliedern der Arbeitsgruppe erhalten. Generell sollte man sich bewusst sein, dass man einen großen Teil der nächsten Jahre mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe zusammenarbeitet – und das sollte klappen.