Science for Nuclear Diplomacy
CNTR erforscht Neue Technologien und Entwicklungen in den Naturwissenschaften aus interdisziplinärer Perspektive und entwickelt Empfehlungen zur Stärkung der Rüstungskontrolle. Das Auswärtige Amt fördert CNTR mit einer Laufzeit von vier Jahren.
Das Forschungskonsortium VeSPoTec – Verifikation in einer komplexen und unvorhersehbaren Welt: soziale, politische und technische Prozesse ist eine Kooperation zwischen der RWTH Aachen, dem Forschungszentrum Jülich, der TU Darmstadt und der Universität Duisburg-Essen.
Neutrino-basierte Sicherheitsüberwachung für entstehende Nukleartechnologie und Reaktortypen
Beschreibung:
Aktuelle internationale Entwicklungen sehen den Einsatz neuartiger Kernreaktortypen, z. B. „Small Modular Reactors“ (SMRs), vor, um den weltweit steigenden Energiebedarf emissionsarm abzudecken. Parallel dazu wird auch der Einsatz von Schiffsreaktoren für U-Boote in Nichtkernwaffenstaaten angestrebt. Beide Entwicklungen bergen das Potenzial, die Kontrolle von nuklearem Spaltmaterial („Safeguards“) zu erschweren. Vor diesem Hintergrund untersucht das nuSENTRY-Projekt neue Messmethoden mit dem Ziel, neue Konzepte zur Spaltmaterialüberwachung zu entwickeln. Hierzu sollen die nicht abschirmbaren Antineutrino-Emissionen von aktiven Reaktoren, kombiniert mit Neutronen- und Myonenmessungen, genutzt werden.
Zusammenfassung
Die nukleare Abrüstung hat in den letzten Jahrzehnten kaum Fortschritte gemacht. Trotz oder gerade wegen ihrer gegenwärtigen Krise ist es jedoch dringend erforderlich, mögliche Wege zu skizzieren, um auf den Pfad der Abrüstung zurückzukehren und wieder Reduktionen der nuklearen Arsenale zu erreichen. Für den Erfolg und die Nachhaltigkeit eines solchen Prozesses ist es von entscheidender Bedeutung, dass wirksame und allgemein akzeptierte Verifikationsinstrumente zur Verfügung stehen.