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FAQs zur Promotion am Fachbereich Physik

Hier finden Sie eine Auswahl an Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um die Promotion am Fachbereich Physik.

Vor der Dissertation

Da sich das Promotionsstudium über einen Zeitraum von mehreren Jahren erstreckt, sollte die Auswahl des Themas sehr gut überlegt sein. Es ist eine hohe Motivation über mehrere Jahre erforderlich, so dass bei der Themenauswahl weniger die aktuelle Mode als das eigene Interesse im Mittelpunkt stehen sollte. Die in Frage kommenden Themen können mit dem entsprechenden Betreuer besprochen werden. Hierbei ist zu beachten, dass nicht nur die Leiter der Arbeitsgruppen, sondern auch geeignete Mitarbeiter, z.B. Habilitanden, die Betreuung übernehmen können.

Bei der Auswahl der Arbeitsgruppe spielen diverse Faktoren eine Rolle. Natürlich bestimmt die Arbeitsgruppe das Forschungsgebiet, so dass die individuelle Intressenslage die Auswahlmöglichkeit eingeschränkt. Jedoch sollten Aspekte wie Infrastruktur der Gruppe, Zusammenarbeit mit anderen Gruppen oder Firmen sowie der wissenschafltiche Ruf ebenfalls berücksichtigt werden. Wie sieht die durchschnittliche Promotionsdauer in der Gruppe aus? Wie ist die Betreuung? Steht ein Betreuer bei Bedarf zur Verfügung? Wie ist die Arbeitsatmosphäre? Diese Faktoren können über den Erfolg der Promotion entscheiden. Informationen hierüber kann man insbesondere bei den Mitgliedern der Arbeitsgruppe erhalten. Generell sollte man sich bewusst sein, dass man einen großen Teil der nächsten Jahre mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe zusammenarbeitet – und das sollte klappen.

Die Promotionsdauer ist bei vielen Kandidaten von großer Bedeutung. Sowohl für eine akademische Karriere, als auch für eine Karriere in der Industrie ist eine möglichst schnelle Promotion wünschenswert. Allerdings darf auf keinen Fall die Qualität der wissenschaftlichen Arbeit unter dem Aspekt des schnellen Abschlusses leiden. Es geht also darum, einen Kompromiss zwischen der Promotionsdauer und der Qualität zu finden. Dieser Aspekt sollte auch Gegenstand einer Diskussion mit dem Betreuer sein.
Insbesondere sollte geklärt werden, inwieweit Lehraufgaben zu übernehmen sind und welche anderen administrativen Aufgaben zu erwarten sind. Auch die Betreuung von Diplomanden, die ein Teil der Arbeit sein kann, sollte vorher weitgehend geregelt sein. Insgesamt sollte mindestens ein 1/3 der Zeit für selbstbestimmtes Forschen garantiert sein.
Im Fach Physik beträgt die durchschnittliche Promotionsdauer zwischen 3-5 Jahren.

Die Konferenz der Fachbereiche Physik hat eine Empfehlung zur guten wissenschaftlichen Praxis bei Qualifikationsarbeiten in der Physik verabschiedet. Dieser Text ist nun auf der Internetseite der KFP allgemein zugänglich.

Zulassung zur Promotion

Der Promotionsausschuss kann nach §7(6) der Promotionsordnung der Technischen Universität Darmstadt die Annahme von Absolventen mit Auflagen verbinden, die in der Regel nach zwei Jahren erfüllt werden müssen. Die Auflagen sollen die Befähigung zur wissenschaftlichen Arbeit sicherstellen. Sie können sich insbesondere auf Nachweise der erfolgreichen Teilnahme an Lehrveranstaltungen und das Ablegen einzelner Prüfungen erstrecken.

Auflagen können speziell dann erteilt werden, wenn der Studienabschluss in einem anderen Fach, an einer ausländischen Universität oder an einer Fachhochschule erworben wurde. Mögliche Auflagenfächer sowie deren Umfang sind vom Einzelfall abhängig. Für weitere Informationen und Fragen kontaktieren Sie gerne das Dekanat Physik.

Das Dekanat Physik stellt nach der Annahme durch den Promotionsausschuss ein Annahmeschreiben aus welches Ihnen auf postalischem Wege zugeht.

Eine Einschreibung zur Aufnahme einer Promotion wird nicht zwingend vorausgesetzt. Es ist möglich, die Qualifizierung auch ohne Immatrikulation zu erlangen. Beachten Sie hierfür bitte alle nötigen Informationen auf der zentralen Seite der TU Darmstadt.

Eröffnung des Promotionsverfahrens

Bitte reichen Sie Ihre Dissertation inkl. aller weiteren benötigten Dokumente bis spätestens Dienstags, 12 Uhr, vor der Sitzung des Promotionsausschusses im Dekanat Physik ein. Berücksichtigt werden ausschließlich vollständige Anträge.

Die Prüfungskommission setzt sich aus mindestens fünf Personen zusammen. Sie schlagen hierfür die beiden Referenten und zwei weitere Prüfer vor, den Vorsitzenden der Prüfung legt der Promotionsausschuss fest.
Beachten Sie unbedingt, dass unter den Referenten und Prüfern sowohl mindestens ein Experimentalphysiker sowie ein theoretischer Physiker (Experiment-Theorie-Regel) sein muss und die Personen nicht nur einem Institut angehören dürfen (Instituts-Regel).

Die Terminierung der Disputation nimmt der Promotionsausschuss im Absprache mit den Dekanat Physik vor. Sie sollten bei Eröffnung des Promotionsverfahrens einen mit allen Prüfern UND dem Dekanat abgestimmten Termin vorschlagen.

Abschluss des Promotionsverfahrens

Promovierende sind erst nach Aushändigung der Doktorurkunde berechtigt, den Doktorgrad zu führen.

Sofern Sie eine Bescheinigung über Ihre bestandene Promotion wünschen, teilen Sie dies bitte dem Dekanat mit. Die Bescheinigung wird Ihnen zügig zur Verfügung gestellt.

Die ULB muss überprüfen, dass die in TUprints eingereichte finale Version der zu veröffentlichenden Dissertation die vom Betreuer freigegeben ist. Dazu muss eine Überprüfung der Version erfolgen.
Tragen Sie daher auf dem Formblatt zur Rechteübertragung unter Versionsangabe den exakten Dateinamen des hochgeladenen Dokuments ein, z.B. Dissertation_[Name]_v2.pdf

Nach Ihrer erfolgreichen Disputation wird die Urkunde in Auftrag gegeben. Sie erhalten vom Dekanat einen elektronischen Entwurf der Urkunde zur Prüfung, auf Ihre Rückmeldung hin wird der Druck der Urkunde veranlasst. Nach Druck der Urkunde und Unterschrift durch den Präsidenten und die Dekanin oder den Dekan erhalten Sie eine Benachrichtigung zwecks Abholung, sofern Sie Ihre Dissertation bereits veröffentlicht haben.

Nein, die Promotionsurkunde wird nur auf Deutsch ausgestellt.

Sofern Sie Ihre Promotionsurkunde nicht persönlich abholen, können Sie dafür eine andere Person autorisieren. Bitte lassen Sie dem Dekanat hierfür im Vorfeld eine schriftliche Vollmacht zukommen.