Physik - Fachbereich - Profil

Profil des Fachbereichs

Forschung

Das Forschungsprofil des Fachbereichs Physik ist schwerpunktmäßig durch drei Forschungsbereiche geprägt, die durch die Gliederung in drei Institute abgebildet sind. Diese drei Forschungsbereiche sind Moderne Optik (Institut für Angewandte Physik), Physik weicher kondensierter Materie (Institut für Festkörperphysik) und Kernphysik (Institut für Kernphysik). Forschungsrelevante Synergieeffekte ergeben sich einerseits durch die Einbettung des Fachbereichs Physik in das ingenieurwissenschaftlich geprägte Umfeld der TU Darmstadt (mit Anteilen von 50% Ingenieurwissenschaften, 35% Naturwissenschaften und 15% Geisteswissenschaften) und durch die Nähe zu den Forschungseinrichtungen des Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung (GSI) sowie zu benachbarten Universitäten wie Frankfurt, Mainz und Heidelberg. Diese bilden einen natürlichen Rahmen für die Aktivitäten des Fachbereichs Physik in Forschung und Lehre.

Grundsätzlich findet Forschung in Darmstadt nicht im Elfenbeinturm statt. Durch Führungen, Vorträge und Praktika für Schülerinnen und Schüler fördern Mitglieder des Fachbereichs das Verständnis für Forschung in der modernen Physik in der Öffentlichkeit.

Forschungsprojekte des Fachbereichs wurden und werden – außer vom Land Hessen – in erheblichem Umfang von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Ein Ziel des Fachbereichs ist die Fortsetzung dieser Einwerbung von Drittmitteln aus öffentlicher aber auch aus privater Hand.

Interdisziplinäre Vernetzung

Die Intensivierung interdisziplinärer Vernetzungen innerhalb und außerhalb der TU Darmstadt sowie von Kollaborationen mit der GSI und benachbarten Universitäten haben die Forschungsaktivitäten des Fachbereichs Physik in den vergangenen Jahren nachhaltig beeinflusst und gestärkt. So ist der Fachbereich tragend beteiligt an verschiedenen Formen von DFG-Verbundprojekten, wie Exzellenzcluster, Sonderforschungsbereich, Forschergruppe und Graduiertenschule. Im Rahmen des internationalen Großprojekts FAIR und des SFB 634 wurde durch die gemeinsam mit der GSI und benachbarten Universitäten eingeworbenen Drittmittel die Forschungsinfrastruktur im Bereich der Kern- und Teilchenphysik signifikant ausgebaut. Interdisziplinäre Kollaborationen des Fachbereichs Physik mit den Fachbereichen Biologie, Chemie, Informatik, Maschinenbau, Materialwissenschaften und Mathematik wurden u.a. im Rahmen von Exzellenzprogrammen (LOEWE-Zentren, LOEWE-Schwerpunkten) deutlich verstärkt.

Lehre und Studium

Die Lehre am Fachbereich ist sowohl durch die Ausbildung von Physik-Studierenden mit Abschluss Bachelor, Master und Lehramt (Gymnasium), als auch durch Serviceveranstaltungen für Studierende der ingenieur- und naturwissenschaftlichen Fachbereiche geprägt. In all diesen Bereichen sind in den letzten fünf Jahren erhebliche Steigerungen der Studierendenzahlen zu verzeichnen. So ist die Zahl der Physik-Studierenden innerhalb der Regelstudienzeit seit 2010 um 80 % angestiegen. Ähnliche, teilweise noch höhere Zuwachszahlen sind aus dem Servicebereich zu berichten. Als Reaktion wurden in den letzten Jahren erhebliche Anstrengungen getroffen, um für die hohe Zahl von Studierenden weiterhin eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu gewährleisten.
Insbesondere unsere seit dem Jahre 2003 bestehenden und zuletzt 2015 erfolgreich evaluierten Bachelor- und Masterstudiengänge in Physik sind weiter ausgebaut worden. Dieser Ausbau erfolgt beispielsweise in Richtung enger Kollaborationen mit den Nachbaruniversitäten, z.B. im Rahmen eines Kollaborationsabkommens mit der Universität Frankfurt und Mainz. Darüber hinaus wurde das interdisziplinäre Umfeld innerhalb der TU Darmstadt noch stärker in das Lehrangebot des Fachbereichs Physik einbezogen. Hierbei spielt das TU-weite fachübergreifende Projekt KIVA (Kompetenzorientierung durch interdisziplinäre Vernetzung von Anfang an) eine entscheidende Rolle.

Unabhängig von diesen Anstrengungen legt der Fachbereich großen Wert auf eine hohe Qualität in der Lehre. Hierbei stehen gleichermaßen grundlagen- und methodenorientierte Ausbildung im Mittelpunkt. Das heißt auch, dass für die Erneuerung der Praktika und des PC-Pools permanent finanzielle Mittel und persönliches Engangement eingesetzt werden. Während des gesamten Studiums werden soziale Kompetenzen wie Organisations- und Teamfähigkeit gefördert. Internationale Kontakte und Zusammenarbeiten sind in der physikalischen Forschung eine Notwendigkeit und Selbstverständlichkeit. Um die Studierenden frühzeitig darauf vorzubereiten, fördert der Fachbereich Auslandsaufenthalte z. B. im Rahmen von Austauschprogrammen.

Saturday Morning Physics

Unsere erfolgreichen Aktivitäten in der Öffentlichkeitsarbeit sind die jährlich durchgeführte Vortragsreihe Saturday Morning Physics. Im Rahmen von Saturday Morning Physics gibt es für interessierte Schülerinnen und Schüler der Oberstufe die Möglichkeit, aktuelle Fragestellungnen der modernen Physik kennenzulernen und so einen Einblick in die Förschungsaktivitäten des Fachbereichs zu bekommen.